Archive for Juli, 2008

Die Qual der Wahl

Posted in Nachtgedanken on Juli 25th, 2008 by viereck – Be the first to comment

“Wie leben?” Ach das weißte nich?
Bist aufn Leitfad’n erpicht?
Schau doch einfach RTL,
die zeigen Dir kompakt und schnell:
“Wie soll ich sein?”
“Was soll ich reden?”
“Was ist das Leben?”
“Wonach streben?”

Kaufen sollst Du, Du Idiot!
Kaufen! Kaufen! Bis zum Tod!
Und biste grade ma nich shoppen
kannste poppen, putzen, saufen…
…aber hauptsächlich malochen!
Denn sonst kannste Dir nix koofen.
Schufften! Fleißig wie die Bienen.
Leben musste Dir verdienen!

Muschi in Not!

Posted in Erlebt on Juli 14th, 2008 by viereck – Be the first to comment

Letzte Woche Donnerstag wurde ich unsanft aus meinem Schlaf gerissen. Ich wurde darüber informiert, dass sich die Nachbarskatze während eines gewagten Sprungmanövers im schräg angekippten Wohnzimmerfenster im Erdgeschoss eingeklemmt hatte, und nunmehr seit 2 Stunden versucht dort wieder rauszukommen. Die Nachbarn waren passenderweise just an diesem Tag zum Urlaub ausgeflogen.

Katze in Fenster eingeklemmt
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Sonntag, 15 Uhr im Rostocker Bahnhofsviertel

Posted in Nachtgedanken on Juli 6th, 2008 by viereck – Be the first to comment

Heute früh, gegen 15 Uhr, als ich nach ner langen, alkohol- und erlebnisreichen Nacht aufstand und mir nen Kaffee machte, überkam mich der Drang ein paar Gedanken auf Papier zu bringen, die sich mir schon seit längerem durch meine Hirnwindungen kräuseln.

Das ist Version 0.2. ;-)

Die Wege ins Unglück sind mannigfaltig. Der Teufel steckt im Detail. Die vielen Wünsche und Erwartungen in den Wirrungen unseres Geistes werden zum großen Teil unerfüllt bleiben. Dann sind wir enttäuscht. Das ist eigentlich was gutes. Im Wort Ent-Täuschung steckt die Krux schon drin. Die Täuschung, der wir erlagen, wird zerrüttet, wir werden mit der Realität konfrontiert. Einer Realität, die uns häufig als kalt, böswillig und fast unerträglich erscheint.

Doch diese Realität, die wir erleben, ist ein Konstrukt in unserem Kopf. Unsere Erwartungen und Erfahrungen erzeugen dort ein Trugbild einer Wahrheit, die wir als absolut empfinden. Logisch, denn niemand außer wir selbst kann das dort erlebte gegenchecken, prüfen, auf Fehler absuchen und korrigierend eingreifen.

“What we think, we become.” - “Was wir denken, werden wir.”, dieser Ausspruch Buddhas umschreibt all dies. Das Darlehen an Geschehnisse in der Zukunft, das wir durch unser Denken - unser Vorausdenken - aufnehmen, wird Teil unseres Selbst und beeinflusst unsere Gegenwart. Wir bewegen uns in einem Varieté selbst erfüllender Prophezeiungen, wenn wir glauben zu wissen was passieren kann, und schlimmer noch: was passieren wird.

Anstatt in der Vergangenheit zu kramen um erahnen zu können was passieren kann und zu versuchen, die Zukunft vorauszuplanen oder wenigstens zu antizipieren, sollten wir vielleicht eher unser Bewusstsein darauf lenken, was gerade ist.

Das Leben im Moment, das Schauen was gerade passiert und was gerade ist, befreit vom Aufbau all jener Täuschungen, die unseren Geist blenden und unser Leben bestimmen. Unsere Realität ist ein Tunnelblick durch das, was wir für wirklich erachten und als wahrhaftig empfinden.

Wollen wir uns wirklich selbst gewählt und freiwillig unseren Weg ins Unglück ebenen?

Ich will das nicht!

Kreislauf.ORG - Minimal Techno Paradies

Posted in Musik/MP3 on Juli 4th, 2008 by viereck – Be the first to comment

Kreislauf

Kreislauf.ORG ist eine Art Portal für “elektronische Musik jenseits von Kommerz und Schubladen”, das seit 1997 existiert, selbst Musik veröffentlicht und viel gutes Zeug empfiehlt.

Vor allem im Bereich Minimal Techno hab ich da schon so einige Schmankerl gefunden. Zu nennen wäre da vor allem Johnny Peinlich, der zur Zeit auf meinen iPod und meinen PC rauf und runter läuft.

Beglaubigte Kopien - Die unendliche Geschichte?

Posted in Erlebt on Juli 3rd, 2008 by viereck – Be the first to comment

the seal

Ich habe heute den Tag damit verbracht für Studienbewerbungen amtlich beglaubigte Kopien herbeizuschaffen. An für sich war das früher kein Problem für mich.

  1. Kopien machen
  2. zur Deutschen Rentenversicherung (DRV Nord) gehen,
  3. beglaubigen lassen und
  4. fertig!

Doch das geht natürlich viel zu einfach! Und außerdem verdient niemand etwas daran. Bei der DRV waren Beglaubigungen mit Siegel nämlich sonst für ein nettes Lächeln und ein Dankeschön zu haben. Der Herr Notar mit seinen astronomischen Preisen ging leer aus.

Aber das ist endlich anders!

Die DRV hat irgendeine Art Statusveränderung durchgemacht, weshalb nur noch der Boss im Hause ein Siegel mit sich rumführt - und der hat sicher keine Zeit 20 Kopien abzustempeln (is auch anstrengend!). Ich bekomme zwar Beglaubigungen, aber ohne Siegel.

Und die nützen heut’ mal gar nichts mehr!

Die meisten Unis meinen nämlich mit “amtlich beglaubigter Kopie” eine “amtlich beglaubigte Kopie” mit Siegel. Siegel! Son blöder Kreis mit nem hübschen Bildchen drin!

Und so begab ich mich heute auf einen Siegel-Marathon:

  • Erst zur IKK: “Siegel? Hamwe nich!”,
  • dann zur Bank: “Hä? Siegel? Wozu? Neeeee!”,
  • bis ich dann schließlich zum Einwohnermeldeamt ging: “Siegel? Na klar! 2,60 EUR pro Kopie bitte!”.

SUPER!

Schlussendlich bin ich dann bei meiner ehemaligen Schule gelandet. Dort kostet n Siegel pro Blatt 1,50 EUR. Natürlich erst seit diesem Jahr, was sonst? letztendlich bin ich dann 24,- EUR für 16 Kopien losgeworden. Aber immerhin kann ich mich jetzt für ein Studium bewerben.

Frag mich nur, wie das Leute machen, die nich ma eben nen halben Fuffie für sone Grütze investieren können, ohne an der Ernährung zu sparen. Aber.. Ach.. Diiiie. Die sind ja eh zu blöd zum Studieren!