Juli 16, 2008 at 16:13 · Filed under Moving on..

In einem Blogeintrag des US-Amerikaners Jay Morrissey über den Umgang mit Angst und “Dunkeln Emotionen”, las ich einen sehr schönen Schluss, der meiner Meinung nach sehr gut gelungen und sehr wichtig ist.
Original:
The next time anxiety gets you down, remind yourself that experiencing the “rainbow of emotions” is a gift that you should allow yourself to receive. You can always paint with the bright colours, but the artwork that is you, would never be as complete without the darker shades.
Freie Übersetzung von mir:
Wenn Dich die Angst das nächste mal packt, erinnere Dich daran, dass der “Regenbogen der Emotionen” ein Geschenk ist, dass du Dir zugestehen solltest. Du kannst immer mit den hellen Farben malen, aber das Kunstwerk das Du bist wird nie komplett aussehen ohne die dunklen Farben.
Sein Blog ist allgemein sehr interessant und hat mich zu denken angeregt, da es sich mit vielen Alltagsproblemen auseinandersetzt. Wer sein Englisch ein bisschen trainieren will, aber auch wer schon geübt ist, und Anregungen zu den vielen Hürden und Probleme im Leben nicht scheut, sollte mal reinschauen! 
Juli 14, 2008 at 12:00 · Filed under Allgemein

Gibt es überhaupt Menschen, die keine psychische oder neurologische Störung irgendeiner Art haben? Mir scheint, als versuchen alle mit ihren Neurosen oder Psychosen im Stillen irgendwie klarzukommen, ob sich derer nun bewusst sind oder nicht.
Alle versuchen dabei das Leben eines “Normalen” zu führen, mit kleinen Abweichungen die tolerabel sind oder gar nicht als Abweichung wahrgenommen werden.
Dabei gibt es theoretisch wie praktisch keinen einzigen Menschen, der das abstrakte Bild des “normalen Menschen” in Gänze verwirklichen kann, sowohl was die Charakteristika als auch was die Zeitachse angeht.
Da stellen sich mir gewisse Fragen:
- Woher kommt das Gefühl oder die Einschätzung, was normal ist?
- Wer zeichnet das Bild des “Normalen”?
- Kann mensch dieses Bild für sich selbst(bestimmt) abwandeln?
- …
Alles natürlich nur meine persönliche Meinung! 
Juli 6, 2008 at 16:53 · Filed under Nachtgedanken
Heute früh, gegen 15 Uhr, als ich nach ner langen, alkohol- und erlebnisreichen Nacht aufstand und mir nen Kaffee machte, überkam mich der Drang ein paar Gedanken auf Papier zu bringen, die sich mir schon seit längerem durch meine Hirnwindungen kräuseln.
Das ist Version 0.2.
Die Wege ins Unglück sind mannigfaltig. Der Teufel steckt im Detail. Die vielen Wünsche und Erwartungen in den Wirrungen unseres Geistes werden zum großen Teil unerfüllt bleiben. Dann sind wir enttäuscht. Das ist eigentlich was gutes. Im Wort Ent-Täuschung steckt die Krux schon drin. Die Täuschung, der wir erlagen, wird zerrüttet, wir werden mit der Realität konfrontiert. Einer Realität, die uns häufig als kalt, böswillig und fast unerträglich erscheint.
Doch diese Realität, die wir erleben, ist ein Konstrukt in unserem Kopf. Unsere Erwartungen und Erfahrungen erzeugen dort ein Trugbild einer Wahrheit, die wir als absolut empfinden. Logisch, denn niemand außer wir selbst kann das dort erlebte gegenchecken, prüfen, auf Fehler absuchen und korrigierend eingreifen.
“What we think, we become.” - “Was wir denken, werden wir.”, dieser Ausspruch Buddhas umschreibt all dies. Das Darlehen an Geschehnisse in der Zukunft, das wir durch unser Denken - unser Vorausdenken - aufnehmen, wird Teil unseres Selbst und beeinflusst unsere Gegenwart. Wir bewegen uns in einem Varieté selbst erfüllender Prophezeiungen, wenn wir glauben zu wissen was passieren kann, und schlimmer noch: was passieren wird.
Anstatt in der Vergangenheit zu kramen um erahnen zu können was passieren kann und zu versuchen, die Zukunft vorauszuplanen oder wenigstens zu antizipieren, sollten wir vielleicht eher unser Bewusstsein darauf lenken, was gerade ist.
Das Leben im Moment, das Schauen was gerade passiert und was gerade ist, befreit vom Aufbau all jener Täuschungen, die unseren Geist blenden und unser Leben bestimmen. Unsere Realität ist ein Tunnelblick durch das, was wir für wirklich erachten und als wahrhaftig empfinden.
Wollen wir uns wirklich selbst gewählt und freiwillig unseren Weg ins Unglück ebenen?
Ich will das nicht!